Der Konvent„In den notwendigen Dingen: Einheit, in den zweifelhaften: Freiheit, in allem: die Liebe.” In unserem Kloster leben seit über 800 Jahren Frauen in geistlicher Gemeinschaft. Heute gehören elf Frauen zum Konvent. Bei unseren Aufgaben unterstützen uns unsere Mitarbeiter und viele Ehrenamtliche. Was zeichnet unser Leben aus? An erster Stelle das gemeinsame Gebet, vor allem das Psalmengebet. Es hilft uns, das Wort Gottes im Herzen zu tragen. Wir treffen uns regelmäßig zu gemeinsamen Gebeten, und seit der Reformation sind die Gottesdienste in der Klosterkirche auch Gemeindegottesdienste. Das gemeinsame Gebet befruchtet dann das persönliche Gebet. Dabei findet jede ihre eigene Form – Losungen, Herzensgebet, Meditation. Unsere Klöster sind aber von jeher nicht nur Orte des Gebets, sondern auch der Bildung. Dieser Bildungsauftrag wurde in der Reformationszeit noch einmal betont. Wir nehmen ihn heute wahr, indem wir Klösterliche Kulturtechniken vermitteln. Wir merken: gerade der Wechsel von Gebet und Arbeit tut den Menschen sehr gut und führt sie in die Stille. Daraus erwächst dann eine Wachheit für die Nöte der Zeit. An unserem Ort tun wir, was gesellschaftlich Not tut. Wir beten regelmäßig für die Menschen, die besondere Verantwortung tragen, ebenso wie für die, die mit den Folgen umgehen müssen. In allem spüren wir: es braucht Orte, an die Menschen kommen können – so wie sie sind. Unsere Klöster sind solche Orte: ihre Schönheit lädt Menschen ein, sich eine Zeit der Stille zu gönnen. Wer das erfahren hat, kann gestärkt in den Alltag zurück kehren und seine Gaben einbringen für eine bessere Welt.
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