Kloster Mariensee
 

Zu fassen bist du für uns nicht, Ewiger.
Du gehst weit über unseren Horizont.
Von der Tiefe des Meeres bis zum höchsten Himmel
reicht deine Weisheit, unerreichbar für uns.
Alle Begriffe und alle Bilder von dir,
die wir nur haben mögen, genügen nicht.

Aber da ist dieses Wehen, dein Sausen.
Fast unmerklich ist es und doch gegenwärtig.
Wir sind nicht ohne dich, niemals,
weil du nicht ohne uns sein willst.
Wenn wir nicht damit rechnen,
wehst du uns an und beschenkst uns
mit einem frischen Gedanken,
einem unverhofften Blick.

Schau uns an, Ewiger, fern-naher Gott,
der du uns besser kennst als wir uns selbst,
und zeige uns dein Gesicht,
berühre uns mit deinem Geist,
dann haben wir alles, was wir brauchen:
Gnade und Frieden.

Dein Geheimnis umfasst alles, was ist,
dein Segen gilt allen Geschöpfen.
Deshalb bitten wir nicht nur für uns selbst,
sondern auch für die, die dich besonders brauchen,
die Erschöpften und Erzürnten,
die Verängstigten und Verletzten,
die Suchenden und Rufenden.

Und wir danken dir für alle,
die aus deinem Geist leben,
die Helfenden und Sorgenden,
die Freundlichen und Zugewandten,
die Verantwortlichen und Treuen.
Segne uns und lass uns ein Segen sein.
Amen.

Quelle: Wochengebet der VELKD



 

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