Kloster Mariensee
 

Die Geschichte des Klosters Mariensee

1207 Erste urkundliche Erwähnung des Klosters.

1214 Das Kloster Mariensee wird als Stiftung des Grafen Bernhards II. von Wölpe errichtet.

In der Gründungsurkunde findet die Stadt Neustadt zum ersten Mal Erwähnung.

Die Nonnen leben nach den Regeln des Zisterzienserordens.

1316 Der Bürger Hermann von Oldendorpe vermacht dem Krankenhaus des Klosters einige Ackerstücke. Darauf wird im Jahr 1421 das St. Nicolaistift vor den Toren Neustadts errichtet.

1455 Die Windesheimer Reform erreicht das Kloster; trotz Widerstandes der Nonnen werden strengere Klausur und ein neues Frömmigkeitsideal durchgesetzt.

1522 Die lateinische Gebetssammlung der Äbtissin Odilie von Ahlden wird vollendet.

1540 – 1545 Elisabeth von Braunschweig-Lüneburg übernimmt für ihren Sohn Erich II. die vormundschaftliche Regierung des Fürstentums Calenberg-Göttingen.

1543 Herzogin Elisabeth erlässt eine evangelische Kirchen- und Klosterordnung für das Fürstentum Calenberg-Göttingen. Die Klöster bestehen als evangelische Einrichtungen weiter.

Die Gottesdienste sind nun auch Gemeindegottesdienste.

1588 Anlässlich einer Visitation zeigt sich der Marienseer Konvent einig im Bekenntnis zum lutherischen Glauben.

1627 Während des 30jährigen Krieges wird das Kloster Mariensee geplündert, die Konventsgebäude werden weitgehend zerstört.

1726 – 1729 Der Neubau des Konventsgebäude wird vollendet.

1737 Für die Konventualinnen wird eine eigene Haushaltsführung mit Dienstboten möglich.

1818 Die Klosterkammer Hannover wird gegründet. Sie verwaltet unter anderem den Allgemeinen Hannoverschen Klosterfonds, in den das Kloster mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 unter Verlust seiner rechtlichen Selbstständigkeit eingegangen war.

1847 Die Ausübung des täglichen Chorgebets wird freigestellt, nur die regelmäßige Teilnahme an den Gemeindegottesdiensten bleibt verbindlich.

1867 Die Kirche wird durch einen Schüler Conrad Hases neugotisch ausgestattet und erhält eine romantische Ernst-Wilhelm Meyer-Orgel. Die ursprüngliche Nonnen-, spätere Damenempore wird in das Konventsgebäude verlegt.

1880 Eine sog. Warteschule wird im Kloster Mariensee gegründet; sie besteht als Kindergarten in Trägerschaft der ev.-luth. Kirchengemeinde noch heute.

1933 – 1945 Die Zeit des Nationalsozialismus bringt einschneidende Veränderungen in der Klosterordnung. Dank personeller Kontinuität im Kloster und in der Leitung der Klosterkammer übersteht das Kloster diese Zeit aber weitgehend unbeschadet.

nach 1945 Die Konventualinnen nehmen bis zu 200 Flüchtlinge auf.

seit 1970 Es finden regelmäßig Führungen durch das Kloster statt, bald auch Konzerte und Vortragsveranstaltungen.

1972 Die neue, noch heute gültige Klosterordnung ergänzt den Stiftungszweck aus der Reformationszeit - Übernahme geistlicher, kultureller und sozialer Aufgaben - um die Aspekte Traditionspflege und Denkmalsschutz. Auch soll das Gemeinschaftsleben in den Klöstern wieder stärker betont werden.

1996 Reste eines ehemaligen Kreuzgangs werden entdeckt.

seit 2003 Der Konvent lädt zu Tagzeitengebeten ein.

2007 Anlässlich der 800-Jahr-Feier wird das Museum zur Geschichte des Klosters und evangelischer Frauenklöster in Norddeutschland eröffnet.

Einen Beitrag zur Geschichte mit weiterführenden Literaturangaben finden Sie hier:

Frauenklöster (PDF)



Gebetbuch der Äbtissin Odilie von Ahlden, 1522
Gebetbuch der Äbtissin Odilie von Ahlden, 1522
Elisabeth von Calenberg, 1510 - 1558

Elisabeth von Calenberg, 1510 - 1558

Plan des Klosters, 1740

Plan des Klosters, 1740


 

Kloster Mariensee, Höltystr. 1, 31535 Neustadt a. Rbge., Fon (05034) 879 990, info@kloster-mariensee.de